by Youthletter
17 Feb

warum spielen?

Um diese Frage überflüssig zu machen | um eine Gegenwelt herzustellen | um die Toten nicht in Ruhe zu lassen | um die Lebendigen nicht in Ruhe zu lassen | um Wurzeln zu schlagen | um Wurzeln auszureißen | um Geld zu verdienen | um ein Lebenszeichen zu geben |um nicht arbeiten gehen zu müssen | um Arbeit zu haben | um den tiefen Schlaf einer erschöpften Gesellschaft mit Fratzen zu erschrecken | um nicht einzuschlafen | um nicht aufzuwachen | um das Vergessen zu töten | um nicht allein zu sein |um keine Verantwortung zu haben | um allein zu sein | um auszulöschen, was ICH genannt wird | um vom Blick einer erfüllten Liebe gestreift zu werden und vom Blick der Wut | um den Kapitän wieder einmal endgültig an den Mastbaum zu nageln |um nicht reden zu müssen | um nicht schweigen zu dürfen | um die Regeln der Schwerkraft außer Kraft zu setzen | um Täter und Opfer zu sein zu gleicher Zeit | um Mann und Frau zu sein zu gleicher Zeit | um diese krachende Stille nicht aushalten zu müssen | um nicht angestellt zu sein | um vergessen zu werden | um die Frage überflüssig zu machen: Warum spielen | Um zu spielen |
(Thomas Brasch 1945-2001)

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by Youthletter
16 Apr

Vorhang auf…

“Es hat etwas Beschämendes, Mensch gewesen zu sein, ohne das Menschlichste kennengelernt zu haben.”
“Ich kann mehr als alle zusammen, im kleinen Finger!”
“Und auch noch bin ich Künstler.”
“Nun es kommt auch nicht so ganz von ungefähr.Den kleinen Zwist führte ich selbst listig herbei, damit ich wegbleiben könnte, ohne dass es zu sehr auffiele.”
“Mädchen, Mädchen, warum presst du deine Knie zusammen?”
“Ich will rauf, rauf in den Gipfel, in die Sonne!”
“Besser ist besser.”
“Jetzt bin ich fertig!”

 

Theater des ETI-Berlin:

Freitag 16.04.10 20:00 Uhr
Samstag 17.04.10 20:00 Uhr

Eintritt: kostenlos

Es spielen: David Langer, Martin Valdeig, Lara-Maria Kullak-Ublick, Sidney Gersina, Yara Jentzsch, Tobias Bamborschke, Jonas Lauenstein, Franziska van der Heide, Carolin Hartmann.

Dozent: Martin Olbertz

…bin aufgeregt…;)

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by Youthletter
16 Apr

Theater Theater!!!

Der wahre Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken. (Max Reinhardt)

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by Youthletter
8 Mar

Der Wald in mir…

Du hast die Stadt hinter dir gelassen,
wo die Menschen in der U-Bahn gut sortiert nebeneinander bleiben und sich nicht mischen,
weil es eine gespürte Grenze gibt mit Graben und Stacheldraht,
damit das Tier nicht ausbricht,
wer die Hand aufs Bein des Nachbarn legt,
ist besessen, wahnsinnig, oder er tut es im Schlaf,
also hast du die Stadt hinter dir gelassen und suchst den Wald, dein Tier sucht den Wald,
weil du die Grenzen wegmischen willst,
dein Körper schüttet sich selbst Substanzen ins Blut,
und wenn das nicht reicht, tust du von außen noch welche dazu,
das macht dir einen inneren Wald,
wo du vergißt, wie du heißt und wer du bist und was du bist,
wie alt, ein Mann, eine Frau, keins von beiden, Mensch, Tier,
oder von einem anderen Stern, vielleicht ein Pilz?
im Rausch verschwimmt das alles, du schmilzt dich ein,
ganz gleich, was du dadurch wirst, du probierst verschiedene Menschen an,
Hauptsache, du bist dich los,
die unbehaarten Affen paaren sich gern nackt,
und im Bett sind alle gleich,
Beruf und Geld egal, du ziehst dein Fell aus und ein anderes an,
ich nehm deins,
du nimmst meins,
und keiner merkt den Unterschied,
warst du grad noch mein Mann,
und ich deine Frau?
jetzt ist es andersrum,
oder hast du mich verlassen für ein Schaf, oder ist das ein Esel oder ein Frosch,
wenn du nicht mehr du bist, will ich auch nicht mehr ich sein,
will ich sowieso nicht mehr,
und morgens wachst du auf,
und neben dir schnarcht das Tier,
dem du die Flöhe aus dem Fell gejuckt hast,
wer bist du jetzt nach dieser Nacht,
der Rausch hat dich verbrannt,
du rauchst noch leise und tastest hilflos nach dir selbst,
als wäre was von dir im Wald zurückgeblieben,
was da herumirrt und dich sucht und vor dem Tageslicht erschrickt.
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by Youthletter
23 Feb

apropos YOUTHletter

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Habe mir gerade diesen Film über die Jugend, wie sie war/ist/bleibt, angeschaut…Zeitlos & aktuell…War besser als ich gedacht habe…Authentisch und hart zugleich-wie die Jugend;)!!! Gute schauspielerische Leistungen gepaart mit  hervorragende Bilder und eine Inszenierung, die die richtige Mischung findet aus Kunst und krass.

Frühlings Erwachen wurde 1891 von Frank Wedekind geschrieben. Das Stück thematisiert das Erwachsenwerden von Jugendlichen, die mit ihrer sexuellen Neugier in einer inakzeptanten Geselschaft, voller Tabuthemen, Regeln und Normen, konfrontiert werden…

Rund 100 Jahre nach der Uraufführung ist aus dem zeitlosen Stoff ein dennoch sehr aktueller Film entstanden, der überprüft, ob die Welt der Jugendlichen im Kern noch immer dieselbe ist, er bleibt nah an Wedekinds Figuren und ihren Sehnsüchten, Träumen oder Alpträumen, orientiert sich jedoch an der Lebenswirklichkeit heutiger Jugendlicher…

Mit: u.a. Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Constanze Wächter und fünf Studierenden der ADK Baden-Württemberg…Regie: Nuran David Calis

Wiederholungen: 27. Februar 2010 um 14:30 & 07. März 2010 um 09:55 auf ARTE…

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by Youthletter
18 Feb

Volksbühne Berlin

Die Volksbühne ist alles andere als ein Ort der Heiligkeit. Sie zieht mit ihrem Brachialtheater überwiegend junge Leute zwischen 18 und 35 Jahren an. „Das Schlimmste am Theater ist für mich die totale Verwechselbarkeit“, sagt Castorf, seit 1992 Intendant der Volksbühne. Verwechselbar ist seine Volksbühne vom Spielplan bis zur Ästhetik kaum.

Im Gegenteil, ist sie für viele doch der beste Beweis, wie sich das gute alte Medium Darstellungskunst mit dem Theater in die Gegenwart hinüberretten lässt. Die Volksbühne ein sehr offenes, experimentierfreudiges und innovatives Theater. Stets mit viel Ironie, inklusive Geschlechter-Crossing und musikalischer Einlage…

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Linienstraße 227
10178 Berlin
Tel +49.30.24 065 5
Fax +49.30.24 065 642
info@volksbuehne-berlin.de

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