Wisst ihr,
warum traurig sein?
Der Sommer ist vorüber, der erste Blues kommt schnell gefolgt. Kurz war der Sommer mal wieder, schnell ist er an uns vorbei geflattert.
Ich frage mich ob er jemals lange genug sein kann. Geht es im Enddefekt darum wie lange er war? Ist der Sommer nur der April, der Mai, der Juni, der Juli und der August? Ich finde nicht. Er ist das was passiert während dieser Monate. Es geht viel darum, was man mit der Zeit angefangen hat.
Was hat man erlebt und wozu war man bereit?
War man bereit für Neues? Oder nicht?
War man gelöst oder hat man an etwas festgehalten?
Inwieweit beeinflusst uns unsere Erfahrung?
Wo kommen wir hin, wenn wir uns nur auf unsere schlechten Erfahrungen einschränken?
Ich hasse Selbstmitleid.
Um wie viele Erfahrungen ist man reicher geworden und was sind die Folgen?
Der Sommer ist für mich da, um grenzenlos zu erleben, um sich fallen zu lassen ohne sich zu verletzen. Um sich zu überraschen.
Besinnung kommt schon schnell genug und der Alltag und der Winter warten selbstbewusst.
Ich freue mich auf den Winter. Auch der Winter ist das, was während bestimmter Monate geschieht. Hauptsache das Leben passiert nicht, Hauptsache es bleibt nicht stehen.
So jung kommen wir nie wieder zusammen. Im Sommer, im Winter. In Kreuzberg und außerhalb.
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